Einleitung
Das US-Finanzministerium hat offiziell das Ende der Produktion von Ein-Cent-Stücken, auch bekannt als Pennys, bestätigt. Diese Entscheidung markiert das Ende einer über 200-jährigen Geschichte dieser Münzen in den Vereinigten Staaten. Angesichts der steigenden Produktionskosten und der sinkenden Nutzung von Bargeld wirft diese Maßnahme Fragen auf, die auch für die deutschen und europäischen Märkte von Bedeutung sein könnten.

Hintergrund und Gründe für das Ende der Pennys
Die Debatte über die Nützlichkeit der Ein-Cent-Münzen ist nicht neu. Präsident Donald Trump hatte bereits im Februar 2025 den Finanzminister aufgefordert, die Produktion dieser Münzen zu stoppen, da er sie als „verschwendung“ ansah. In den letzten zehn Jahren sind die Produktionskosten von 1,3 Cent auf 3,69 Cent pro Münze gestiegen, was die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit der Münze infrage stellt. Das Finanzministerium schätzt, dass die Einstellung der Produktion jährliche Einsparungen von 56 Millionen US-Dollar (ca. 42 Millionen Euro) bringen wird [1][2].

Weltweite Trends
Die Entscheidung der USA ist Teil eines globalen Trends, in dem viele Länder kleine Münzen aus dem Verkehr ziehen. Kanada hat beispielsweise 2012 die Ein-Cent-Münze abgeschafft, während im Vereinigten Königreich im Jahr 2024 keine neuen Münzen mehr geprägt wurden. Dies zeigt, dass die digitale Zahlungsmethoden zunehmend die Bargeldnutzung ersetzen, was auch die Notwendigkeit kleiner Münzen verringert [4][5].

Auswirkungen auf den deutschen und europäischen Markt
Die Einstellung der Ein-Cent-Produktion könnte auch Auswirkungen auf die deutsche und europäische Wirtschaft haben. In Deutschland sind Ein-Cent-Münzen nach wie vor im Umlauf, und es könnte zu Diskussionen über die Notwendigkeit ihrer Beibehaltung kommen. Einige der potenziellen Auswirkungen sind:
- Preisanpassungen: Unternehmen könnten gezwungen sein, Preise zu runden, was sich auf die Preisgestaltung und die Verbraucherpreise auswirken könnte.
- Inflation: Die Abkehr von kleinen Münzen könnte in Zeiten steigender Preise zu einer weiteren Preissteigerung führen, wenn Unternehmen die Rundung zu ihrem Vorteil nutzen.
- Digitale Zahlungsmethoden: Ein verstärkter Fokus auf digitale Zahlungen könnte die Akzeptanz und Verbreitung von kontaktlosem Bezahlen in Deutschland vorantreiben.
Schlussfolgerung
Die Entscheidung der USA, die Produktion von Ein-Cent-Münzen einzustellen, ist nicht nur ein bedeutender Schritt in der eigenen Geldpolitik, sondern könnte auch als Katalysator für Diskussionen über Bargeldnutzung und Preisgestaltung in Deutschland und Europa dienen. Die Entwicklungen in den USA könnten als Anstoß dienen, ähnliche Überlegungen in Europa anzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Notwendigkeit und den Nutzen von kleinen Münzen.
Quellen
- US Treasury confirms the end of the penny - BBC News [1]
- US Treasury confirms the end of the penny - Capital Business [2]
- What's next for the penny? - USA Today [3]
- US treasury to end penny production by 2026 - Telegraph [4]
- Trump tells Treasury to stop minting 'wasteful' pennies - BBC [5]
Über den Autor
Der Autor dieses Artikels ist Lukas Schneider, ein erfahrener Wirtschaftsjournalist mit Schwerpunkt auf internationaler Handelspolitik und Technologiemärkten.